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HOCH­ZEITS­TOR­TE

Hier zei­gen wir Ih­nen, wie man eine Hoch­zeits­tor­te her­stellt. Punkt für Punkt führen wir Sie nun durch die ein­zel­nen Ar­beits­schrit­te. Die De­ko­ra­ti­on der Tor­te ist natürlich Ih­nen und Ih­rem Hoch­zeits­the­ma über­las­sen. Wir ha­ben hier 2 Va­ri­an­ten für Sie auf­geführt:

Unsere Torte hat drei Stufen, die direkt aufeinander liegen. Für die Platten der einzelnen Stufen zeichnen Sie auf einer Schaumplatte (Kapa-Platte) die Größen der Backformen an und schneiden diese mit einem Cutter aus.

Schneiden Sie die gewölbte Oberseite des fertig gebackenen Bisquitbodens mit einem langen Messer ab.

Nehmen Sie den Deckel ab. Jetzt haben Sie eine gerade Ober- und Unterseite, was für die Erstellung der Torte unerlässlich ist.

Teilen Sie die Bisquitböden mit einem Tortenschneider in drei Lagen.

Geben Sie einen Klecks Buttercreme auf die obere Schnittseite des Bisquitbodens.

Legen Sie die passende Schaumplatte auf die verstrichene Buttercreme. So kann die Torte auf dem Bord nicht mehr verrutschen.

Drehen Sie die Platte mit Bisquitboden um 180° nach unten. Nun nehmen Sie die oberen zwei Bisquitlagen herunter und bestreichen den unteren Bisquitboden mit dem Zuckersirup oder erwärmter Marmelade.

Mit einem Spritzbeutel machen Sie einen Buttercremerand um den Bisquitboden. Dies verhindert, dass sich Fruchstücke von der Füllung in die spätere Verzierung verirren. Wenn Sie die Torte mit einer Marmelade füllen möchten, spritzen Sie einen breiteren Buttercremerand.

Nun geben Sie die Buttercreme mit Fruchtstückchen in die Mitte und verstreichen sie. Achten Sie darauf, dass die Creme gerade verstrichen wird, sonst müssen Sie es an anderer Stelle wieder ausgleichen.

Danach geben Sie die nächste Bisquitschicht auf die vorbereitete Creme und wiederholen die Schritte 8–10 solange, bis Sie die gewünschte Tortenhöhe erreicht haben.

Verstreichen Sie die Buttercreme nun an der Außenseite der Torte. Zunächst mit einem Küchenspachtel. Da unsere Torte sehr hohe Stufen haben sollte, haben wir noch einen Bisquitboden gebacken und diesen wiederum in zwei Lagen geteilt.

Mit einer Palette können Sie danach die Oberfläche der Torte glatt streichen. Gerade Kanten erzielen Sie, wenn Sie die Palette senkrecht am Schaumbord entlang führen.

Damit die einzelnen Stufen nicht zusammenbrechen können, wenden wir einen kleinen Trick an: Stecken Sie einen Holzstab in die Mitte der Torte und zeichnen Sie die gewünschte Höhe an. Entnehmen Sie den Stab wieder und schneiden Sie fünf Stück hiervon in der markierten Länge ab.

Diese werden nun in die Torte gesteckt. Ein Stab in die Mitte, die anderen vier mit so viel Abstand zum Mittelpunkt, dass sie verdeckt bleiben, wenn die nächste Stufe darauf gestellt wird.

Nun verzieren Sie die Torte mit einem Schleifenband, damit man das Schaumbord nicht mehr sieht. In diesem Fertigungszustand können Sie die Torte auch einfrieren, um sie am Tag vor der Hochzeit zu dekorieren.

Bauen Sie die drei Tortenstufen zusammen. Wenn Sie die Torte noch transportieren müssen, sollten Sie diese vorher auf ein großes Brett stellen, um sie besser angreifen zu können.

Nachdem Sie die Torte zusammengesetzt haben, treiben Sie einen angespitzten Holzstab durch alle Stufen. So bekommt die Torte Halt und die einzelnen Stufen können nicht verrutschen.

Unsere Torte haben wir in zwei Varianten dekoriert. Zunächst haben wir sie mit Hortensien belegt. Da man Hortensien in vielen Gärten findet, handelt es sich um Blumen, die man ohne Probleme ungespritzt beziehen kann. Wenn Sie das Glück haben, ein paar grün schattierte Blüten zu verwenden, wirkt die Torte lebendiger. Waschen Sie ganz einfach die Blüten und legen sie dann auf die Torte.

Als zweite Variante haben wir Margeriten-Zuckerblumen dekoriert. Diese können ganz simpel zusammen mit ein paar Zuckerblättern auf die Buttercreme gelegt werden. Sogar auf der senkrechten Seite halten sie ohne Probleme. Legen Sie die passende Schaumplatte auf die verstrichene Buttercreme. So kann die Torte auf dem Bord nicht mehr verrutschen.

Ver­ges­sen Sie bit­te bei der Pla­nung nicht, dass Sie für das Ba­cken und die Fer­ti­gung der Tor­te viel Zeit ein­pla­nen soll­ten, da­mit auch nichts schief ge­hen kann.

Vor­be­rei­ten­de Schrit­te:

  1. Ba­cken Sie drei Bis­quitböden in der gewünsch­ten Stu­fen­brei­te und -höhe.
  2. Während­des­sen können Sie die Zeit nut­zen und die But­ter­cre­me zu­be­rei­ten. Den­ken Sie dar­an, dass Sie eine Tor­te für eine große Per­so­nen­an­zahl her­stel­len. Aus die­sem Grund müssen auch Ihre Rührschüsseln größer sein, als die herkömm­lich ver­wen­de­ten.
  3. Stel­len Sie die But­ter­cre­me bis zur Ver­ar­bei­tung un­be­dingt kühl. Dann ha­ben Sie es beim Ver­zie­ren ein­fa­cher.
  4. Nach­dem Sie die Tor­te mit But­ter­cre­me über­zo­gen ha­ben, soll­ten Sie sie ei­ni­ge Zeit in den Kühl­schrank stel­len. Nach­dem die Cre­me fest ge­wor­den ist, lässt sie sich leich­ter glätten.
  5. Ver­wen­den Sie für die Frisch­blu­men-De­ko­ra­ti­on nur un­ge­spritz­te Blüten. Ob­wohl die Blu­men sel­ten ge­ges­sen wer­den, lie­gen die ge­spritz­ten Blüten auf dem Tor­tenüber­zug.

Ge­ne­rel­le Tipps:

  1. Wenn Sie die Tor­ten­stu­fen nicht di­rekt auf­ein­an­der stel­len möchten, können Sie einen Tor­tenständer ver­wen­den. Es gibt sie in ver­schie­de­nen Ausführun­gen. Da­mit sie die­se nicht kau­fen müssen, können Sie sie auch bei www.backfun.de mie­ten.
  2. Sie mögen kei­ne But­ter­cre­me? Er­stel­len Sie doch mit Hil­fe ei­nes Back­rings die ver­schie­de­nen Stu­fen ei­ner Käse-Sah­ne-Tor­te.
  3. Sie mögen einen Fon­dant- (Zucker­mas­se) oder Mar­zi­panüber­zug über Ih­rer Tor­te? Kein Pro­blem. Er­stel­len Sie die Tor­te wie be­schrie­ben. Nach­dem Sie die Tor­te mit Cre­me dünn über­zo­gen ha­ben, rol­len Sie das Mar­zi­pan oder denFondant aus (am bes­ten be­rech­nen Sie vor­her den benötig­ten Durch­mes­ser). Dann le­gen Sie die aus­ge­roll­te Mas­se über eine Rol­le oder ein Rohr, um sie leich­ter über die Tor­te le­gen zu können. Ach­ten Sie dar­auf, dass sich kei­ne Luft zwi­schen Über­zug und Tor­te an­sam­melt. Glätten Sie den Tor­tenüber­zug und schnei­den den überschüssi­gen Rand mit ei­nem Piz­za-Rol­ler ab. Um Blüten oder Zucker­de­ko­re auf­zu­brin­gen, ver­wen­den Sie Zucker­gla­sur oder einen Klecks But­ter­cre­me.
  4. Selbst­verständ­lich können Sie die Tor­te auch ganz reiz­voll mit Spritz­de­ko­ren ver­zie­ren.
  5. Last but not least: Wie schnei­de ich die Tor­te an? 
    Eine Fra­ge, die im­mer wie­der ge­stellt wird. Bei ei­ner Eta­ge­re schnei­den Sie die un­te­re Stu­fe zu­erst an und ar­bei­ten sich dann nach oben vor. Die obers­te Stu­fe können Sie, wenn sie nicht an­ge­schnit­ten wird, ein­frie­ren und am ers­ten Hoch­zeits­tag es­sen. Bei ei­ner Tor­te, de­ren Stu­fen di­rekt über­ein­an­der sit­zen, schnei­den Sie tra­di­tio­nell eben­falls die un­ters­te Stu­fe an. Dem Braut­paar gebührt natürlich das ers­te Stück. Da­nach können Sie die Tor­te in die Küche ge­ben, wo sie por­tio­niert wird. Wenn Sie als Braut­paar die Tor­te kom­plett auf­schnei­den möchten, be­gin­nen Sie mit der obers­ten Stu­fe.

Tipp: Noch de­tai­lier­ter ha­ben wir die Her­stel­lung tol­ler Tor­ten in un­se­rem Buch Mo­tiv­tor­ten Ba­sics von Bet­ti­na Schlie­pha­ke-Burchard.