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2 | Hochzeitszeremonie
Maangalya Dharanam
In der bestimmten glückverheißenden Stunde knotet der Bräutigam das thaali
oder magalustra. Drei Koten werden gebunden – der erste bei dem Bräutigam,
die anderen beiden bei seinen weiblichen Cousinen. Durch diesen Akt lädt die
Cousine die Braut in ihre Familie ein und versichert ihr die gleiche Liebe, die
sie selbst von ihrer Familie erfährt. Die Vedic-Hymne die der Bräutigam aufsagt,
während er den ersten Knoten bindet, bedeutet: „Ich bete zu dem Allmächtigen für ein langes Leben. Ich knote diesen Knoten um deinen Hals, Heilige. Meine Fürsorge beschenkt dich mit einem erfüllten Leben einer edlen Frau für hunderte von Jahren.“
Paani Grahanam & The Seven Steps (Sapta Padi)
Ihre Hand haltend singt der Bräutigam: "Die Götter haben Dich mir
angeboten, so dass ich ein idealer Ehemann sein kann. Mögen wir uns nicht
voneinander trennen, selbst nicht im hohen Alter.“
Sieben ist eine wichtige Zahl im Hinduismus. Anja und Vivek werden sieben
Mal um das Feuer (Agni Parinayai) gehen, nachdem Gottes Segen durch die
Opfergabe von samagree (ein scharfes Gemisch aus Sandelholz, Kräutern,
Zucker, Reis, Ghee und Zweigen) herbeigerufen wurde. Beide geben
Opfergaben in das Feuer, berühren des anderen Herz und beten für die
Vereinigung der Herzen und der Geister; zudem tragen sie Vedic-Hymnen als
Fürbitten für Reichtum, Glück und Treue für die Götter vor. Beim Gehen wird
Vivek folgendes sagen:
„Jetzt erstmal bringen sie in der Brautprozession das zu dir, Surya (Gott der
Sonnen), führe ihre Schritte in kreisender Bewegung. Gebe sie jetzt zurück, O
Agni (Gott des Feuer), zu ihrem Ehemann als rechtmäßige Ehefrau mit der
Hoffnung auf kommende Kinder.“
Das Ritual der „Sieben Schritte“ ist eines der wichtigsten Teile der Zeremonie,
bei dem Anja und Vivek sieben Schritte zusammen um das Feuer laufen und
für Segen beten. Die sieben Versprechen oder Schwüre sind die folgenden:
Mag Gott uns führen, damit wir (1.) unseren Haushalt versorgen und schützen,
(2.) physische und mentale Kraft entwickeln, (3) gerechten Wohlstand
erreichen, (4) Zufriedenheit, gegenseitige Liebe und Respekt finden, (5)
gesunde und gute Kinder haben, (6) Selbstbeherrschung und langes Leben
erlangen und (7) ehrlich, loyal und lebenslange Gefährten füreinander sein
werden.
Die Zeremonie schließt mit dem Gebet, dass die Vereinigung für ein Leben
lang ist. Am Ende des Gebetes werden Anja und Vivek als Mann und Frau
verkündet. Vivek steht über Anjas rechter Schulter und berührt ihr Herz
(Hradayaparsh) und erklärt: „Ich halte dein Herz in dienender Kameradschaft,
dein Geist folgt meinem Geist und meiner folgt Deinem. In meinem Wort
freust du dich mit ganzem Herzen. Du bist mit mir verbunden worden von
Gott, dem Herren aller Geschöpfe.“
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