Freie Trauung: Alle Infos und die besten Tipps

Wie schön ist es doch, wenn euer großer Tag eure Persönlichkeit widerspiegelt und man euch als Paar in jedem liebevollen Detail eures großen Tages wieder erkennt. Eure Trauzeremonie und das Eheversprechen in allen Einzelheiten persönlich und ganz frei nach euren Vorstellungen zu gestalten, zu entscheiden, wann geheiratet wird, wo die Zeremonie stattfinden soll und welche Elemente ihr zu euren ganz persönlichen Herzenssache macht, das bietet euch eine freie Trauung. Verabschiedet euch von festen Abläufen und gestaltet eure Zeremonie ganz nach euren Wünschen. Wann, wo, und wie ihr es wollt!

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Foto: Christine Meintjes

Wo wollen wir zueinander ja sagen?

Meist bucht man die Festlocation vor der Entscheidung für den perfekten Trauort. Für eure freie Trauung könnt ihr aus dem vollen Schöpfen und euren Wünschen freien Lauf lassen. Nehmt euch doch einfach einen Tag frei, packt einen Picknick-Korb und schwingt euch auf die Fahrräder, um die Gegend zu erkunden.

Hier ein paar Inspirationen: An eure Location grenzt eine wunderbare Wiese mit einem uralten Baum, der euch und euren Gästen unter seinem Blätterdach kühlen Schatten spendet. Auch eine Waldlichtung ist ein wundervoller Ort, um sich ganz naturverbunden das Versprechen füreinander zu geben. Und nach der Trauung macht ihr euch mit eurer Gesellschaft vielleicht sogar mit Musikbegleitung gemeinsam auf den Weg zur Festlocation. Eine zauberhafte und fröhliche Stimmung – ein unvergesslicher Moment!

Und wenn ihr am Meer heiratet, könnt ihr neben einer Trauung am Strand natürlich das Ja-Wort auf einem Schiff in Betracht  ziehen. Eventuell bietet sich sogar die Möglichkeit, anschließend auf dem Schiff zu feiern. Ihr liebt die Berge? Dann traut euch dem Himmel so nah. Vielleicht habt ihr einen ganz persönlichen Lieblingsort, den ihr für eure Trauung in Betracht ziehen möchtet. Letztlich müsst ihr nur überlegen, wie ihr alle Gäste bequem an diesen Ort bringt und sie wieder zur Location zurückfinden, ohne dass es für den ein oder anderen, beispielsweise eurer Oma oder die schwangere Freundin, zu anstrengend wäre.

Vielleicht findet ihr aber auch eine Orangerie, ein Gewächshaus, eine Pergola, einen Kuppelbau im Park oder eine kleine Scheune, die sogar bei Regen den perfekten Ort für eure Trauung bilden.

 

Mobiliar und Co.

Denkt vor der Wahl eurer Traulocation auch an das Mobiliar. Ihr könnt einen Eventausstatter mit dem Auf- und Abbau von Stühlen und einer Chuppah (Unterstand für das Brautpaar) beauftragen. Wollt ihr euch auf einer Waldlichtung trauen, könntet ihr den Förster bitten, ein paar Baumstämme bereitzulegen, die dann kurz vor der Trauung mit Kissen bestückt werden. Für die Trauung auf der Apfelwiese findet sich vielleicht ein netter Bauer, der euch kurzzeitig in Reih und Glied gestellte Stroh- oder Heuballen ausleiht. Hübsche Deckchen sorgen dafür, dass das Stroh nicht pikst, wenn man Platz nimmt.

Ihr stellt euch eine romantische musikalische Begleitung mit Livegesang und Pianist vor? Klärt hier vorab, ob das elektrische Klavier auch ohne Strom auskommen kann und ob der freie Redner eine starke Stimme hat, die auch ohne Mikrofon auskommt. Heute kann man zur Not auch auf batteriebetriebene, transportable Mikrofonanlagen ausweichen. Allerdings ist es immer eine gute Idee, dies auch anzusprechen.

 

Ablauf Trauung

Die beste Uhrzeit für die Trauung

Bei einer freien Trauung seid ihr – anders als bei jeder anderen Zeremonie – an keine vorgegebene Uhrzeit gebunden. Denkt ganz einfach an euren gewünschten Tagesablauf. Möchtet ihr am Nachmittag die Terrasse der Location mit herrlichem Ausblick entspannt genießen? Dann solltet ihr eine Trauung um 14 Uhr anstreben.

Ab 15:30 Uhr folgen ein kurzer Sektempfang, Kaffeetrinken und ein paar schöne Beschäftigungsangebote für die Gäste, wie Croquet, Horse Hole, Minigolf oder Ähnliches. Wer auf das Kaffeetrinken verzichten und damit auch das Budget entlasten möchte, lädt ab 16 Uhr zur Trauung und beginnt das abendliche Fest ab 17:30 Uhr zum ausgedehnten Sektempfang mit kleinen herzhaften Häppchen. Vor allem an heißen Sommertagen ergibt sich daraus gleich noch ein zweiter Vorteil, da die Sonne um diese Uhrzeit nicht mehr ganz so hoch steht wie am Mittag und eure Gäste weniger zum Schwitzen bringt. Habt ihr denn auch schon einmal über eine Abendtrauung nachgedacht? Ihr könnt den Tag entspannt mit euren Lieben verbringen und sich in der lauen Abendsonne gegen 19 Uhr trauen lassen. Ab 20 Uhr folgt der Sektempfang, welcher direkt ins Abendmenü übergehen kann. Der ideale Ausgangspunkt für eine Feier bis in die frühen Morgenstunden, vor allem, wenn viele Gäste von weither anreisen.

 

Plan B: Was ist, wenn es doch regnet

Was ist, wenn es regnet? Könnt ihr kurzfristig ein leichtes Zelt für alle Gäste aufbauen lassen? Wie ist der Weg zur Traulocation? Könnten die Damen mit ihren Stöckelschuhen in der Wiese versinken, wenn es drei Tage zuvor geregnet hat? Kann man das mit einfachen Bohlen lösen? Müsst ihr einen Shuttle-Service zur Waldlichtung ermöglichen? Oder ist es vielleicht doch einfacher, einen passenden Raum in der Location zu finden?

Und noch ein Tipp: So schön die Trauung unter freiem Himmel auch sein mag – wenn die Sonne es so richtig gut mit euch meint, müsst ihr für Plan B auch an Sonnen- und Hitzeschutz für eure Gäste denken. Hier bieten sich Pavillons, Fächer, Sonnenschirme oder zur Not auch einfache Werbe-Regenschirme an.

 

Wann zum Standesamt?

Natürlich gehört zu einer Trauung auch der rechtliche Hintergrund, weshalb der Gang zum Standesamt unerlässlich ist. Wir plädieren zwar dafür, dass es in Deutschland – wie in anderen Ländern auch –  so genannte Officials geben sollte. Eine Art freier Trau-Beamter, der nur die Trauung durchführen darf. Aber darauf müssen wir leider noch ein wenig hoffen.

Klassischerweise legt man den Termin der standesamtlichen Trauung vor die Zeremonie. Ein Jahr, einen Monat, eine Woche oder einen Tag vorher ist der Standard. Auch die Trauung am Morgen vor der freien Trauung wird manchmal gewählt. Unsere Leser haben uns jedoch auf völlig neue Ideen gebracht, die wir gerne an euch weitergeben, weil sie so großartig sind: Wer sich das Ja-Wort von Herzen vor allen Freunden und Verwandten aufheben möchte, kann ganz einfach am Morgen vor der Trauung in trauter Zweisamkeit zur Unterschrift im Standesamt erscheinen. Eine gigantisch tolle Idee ist es auch, sich zunächst in der freien Zeremonie das Ja-Wort zu geben und direkt im Anschluss zum Standesamt zu gehen, während die Gäste beim Sektempfang bestens versorgt wären. Während man meint, ihr würdet kurz für das Fotoshooting verschwinden, gebt ihr euer Ja-Wort im Standesamt und leisten die rechtlich relevante Unterschrift. Sicher hat der Standesbeamte nichts dagegen einzuwenden, auf seine Rede zu verzichten. Die Vorteile sind klar: ein Outfit, ein einziges Hochzeitsdatum, ein großes Fest und eine wirklich bedeutungsvolle Trauung. Eine wirklich schöne Lösung.

 

Freier Theologe

Wer führt die Zeremonie?

Bei einer freien Trauung ist die Wahl des Trauredners oder eines freien Theologen für die Gestaltung der Zeremonie maßgebend. Deshalb solltet ihr hier generell euer Bauchgefühl für die richtige Person entscheiden lassen, denn wichtig ist hierbei wie so oft die Chemie. Fühlt ihr euch in seiner Gegenwart wohl und könnt euch vorstellen, dass er den Ton eurer Hochzeit treffen wird? Sprecht im Vorfeld ausführlich mit ihm und teilt ihm eure Wünsche mit. Ein ganz neuer Gedanke ist – ebenfalls inspiriert von unseren Lesern – die Zeremonie durch eure Trauzeugen, enge Freunde oder Verwandte wie die Eltern oder Geschwister gestalten zu lassen. Schließlich sind dies genau die Menschen, die euch als Paar besonders gut beurteilen können und alles über die kleinen Anekdoten eures Zusammenlebens und eure liebevollen Eigenheiten wissen. Sie sind die Menschen, die wohl am besten beurteilen können, warum genau ihr beide zueinander gefunden habt und das auch für den Rest eures Lebens bleiben solltet. Mit diesem persönlichen Bezug kann die Zeremonie eine noch emotionalere Form annehmen.

 

Fotos: Petra Hennemann (1) ,  Simply Bloom Photography (1),  Jennifer Wettig und Patricia Dries (1)

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