Infos zur Bürokratie in Italien

 

Bürokratie in Italien

Katholische Trauung

1. Allgemeine Hinweise

Die Gemeinden in Italien sind fast ausschließlich katholisch, fast alle Kirchen sind daher katholisch geweiht. Wichtige Voraussetzung für eine kirchliche Heirat in Italien ist der Nachweis, dass man zu den „aktiven“ katholischen Gläubigen gehört, also regelmäßig die Messe besucht. Oft fragt die Curia auch nach der religiösen Begründung, warum das Brautpaar sich für eine Heirat in Italien entschieden hat. Von Fall zu Fall entscheidet entweder die Curia oder der verantwortliche Sacerdote über die Möglichkeit einer Zusage (Klingt recht kompliziert, aber wir haben schon etliche Trauungen realisiert. Sogar in Rom und Venedig, wo die Diozösen sehr streng sind!).

Allerdings gibt es keine ökumenischen Gottesdienste, es können nur zwei Katholiken katholisch getraut werden oder sonst eine protestantische Trauung, wenn zumindest einer der beiden Brautleute evangelisch lutherisch ist.

2. Dokumente

Die Hochzeit und das Standesamt müssen in Deutschland (Schweiz oder Österreich) vorbereitet werden. Der betreuende Heimatpfarrer muss ein schriftliches Einverständnis für eine Trauung des Brautpaares außerhalb seiner Gemeinde erstellen, dieses nennt sich Überweisung.

In Italien muß im Regelfall folgendes vorgelegt werden:

  • Ehefähigkeitsbescheinigung auf internationalem Formular oder bereits vorliegende Ehebescheinigung des Standesamtes am Heimatort
  • 2x gültiger Reisepass und Angabe des gültigen Wohnortes
  • Aufenthalts- bzw. Meldebescheinigung aus Deutschland
  • Tauf- und Firmungsnachweis
  • „Überweisung“ ins Ausland (lettera dismae)

Mit diesen Dokumenten kann Ihr Ausland-Weddingplanner eine Vorabklärung in der gewünschten Kirche vornehmen, ein persönlicher Besuch vor der Eheschließung wird aber von den meisten italienischen Pfarrern gern gesehen.

Die Trauung kann dann entweder mit Übersetzer in italienisch von dem für die Kirche jeweils zuständigen Pfarrer abgehalten werden. Oder aber man bringt den deutsch-sprachigen Heimatpfarrer mit, der dann in der italienischen Kirche den Trauungs-Gottesdienst auf deutsch abhalten kann. Inzwischen gibt es jedoch auch einige deutsch-sprachige Pfarrer in Italien, die gerne deutsche Paare trauen.

Das Trau-Dokument bekommt das Ehepaar entweder gleich ausgehändigt oder aber die italienische Gemeinde schickt dieses auf dem Postweg in die deutsche Heimatgemeinde.
Die in Italien vollzogene Trauung nach o.a. Muster ist in Deutschland vollständig anerkannt.

Standesamtlichen Trauung

1. Allgemeine Hinweise

In Italien existieren schöne historische Villen und Palazzi mit schmuckvollen Sälen zum standesamtlichen Heiraten. Italiener machen auch aus der Standesamts-Hochzeit eine stilvolle Zeremonie, die Bräute erscheinen meist im weißen Kleid.
In Italien geschlossene Hochzeiten sind in Deutschland ohne Probleme anerkannt durch das Münchner Abkommen von 1980. Sie bekommen eine internationale Heiratsurkunde, die Sie nach Ihrer Rückkehr Ihrem Standesamt vorlegen können. Die deutsche Botschaft erhält die Meldung der Eheschließung und ist verpflichtet, dies an das Hauptstandesamt Berlin weiterzugeben, vor dort wiederum geht die Benachrichtigung an Ihr Heimatstandesamt.

Achtung: Gütertrennung und Namensänderungen müssen in Deutschland beim Standesamt festgehalten werden, da in Italien automatisch ab Hochzeitsdatum eine Gütergemeinschaft gilt und der Name der Brautleute nicht geändert wird.

2. Dokumente

In Deutschland oder Österreich wird beim Heimatstandesamt (Geburtsort) das Ehefähigkeitszeugnis vorbereitet, in welchem beide zukünftigen Ehepartner eingetragen sind (Vorraussetzung dafür ist eine Ledigkeitsbescheinigung beider Partner und ein Geburtsnachweis, den Sie vom Einwohnermeldeamt bekommen).
In Italien müssen eingereicht werden:

  • Ehefähigkeitsbescheinigung auf internationalem Formular
  • je Partner ein gültiger Personalausweis oder Pass
  • je Partner ein Geburtsnachweis auf internationalem Modul
  • falls geschieden oder verwitwet, entsprechende deutsche Dokumente (die Braut muß zum Heiratsdatum mindestens 300 Tage geschieden sein)

Der Termin kann durch Ihren Weddingplanner angemeldet werden, auch zwei Jahre im Voraus. Das Ehefähigkeitszeugnis und die Geburtsauszüge sind nur maximal 6 Monate gültig und werden nachgereicht (auch in Form von Fotokopien via Fax oder Scan via E-Mail). Das italienische Standesamt bestätigt dann die Richtigkeit der Dokumente. Die Originale werden dann zur Trauung vom Brautpaar mitgebracht.

Pro Paar sind zwei Trauzeugen vorgeschrieben (1x für die Braut, 1x für den Bräutigam).
Bei allen Brautpaaren muss generell ein Übersetzer dabei sein (Übersetzer und Trauzeugen stellt Ihr Weddingplanner gerne zur Verfügung).

Nach der vollzogenen Trauung bekommt das Brautpaar ein internationales Ehezeugnis ausgehändigt und kann damit im Heimatstandesamt Namen- und Vermögensverhältnisse ändern lassen.

 

Unterstützt wurden wir für diesen Artikel von unserer Expertin und Italien-Weddingplannerin Britta Hartmann-De Marchi (www.creativewedding.de)

 

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