Heiraten in Kroatien

 

Welche Behördengänge sind notwendig?

Deutsche, die nicht in Kroatien wohnhaft sind, können grundsätzlich bei jedem kroatischen Standesamt miteinander die Ehe schließen. Der Termin für die Eheschließung kann frühestens 45 Tage vorher vereinbart werden. Eine Aufgebotsfrist gibt es nicht. Die Anmeldung zur Eheschließung kann nur persönlich, also nicht schriftlich, telefonisch oder durch einen Bevollmächtigten, erfolgen.

Welche Dokumente müssen vorgelegt werden?

  • Internationale Geburtsurkunde, nicht älter als drei Monate
  • Internationales Ehefähigkeitszeugnis, das ins Kroatische übersetzt und vom zuständigen Amtsgericht mit Apostille versehen ist
  • Kopie des gültigen Reisepasses

Wie kann man heiraten?

Standesamtlich und kirchlich kann man in Kroatien heiraten. Das Hotel organisiert aber auf Nachfrage auch freie Zeremonien.

Wo kann man heiraten?

Ganz nach Wunsch der Brautpaare (zum Beispiel in der Villa, am Strand, auf dem Berg, im Standesamt, in einer Kapelle, …).

Wird ein Dolmetscher benötigt?

Ja, wenn einer der Eheleute nicht kroatisch spricht.

Werden Trauzeugen benötigt?

Ja, es müssen zwei Trauzeugen anwesend sein.

Ist die Trauung rechtsgültig?

Bei der Trauung unterschreiben die Brautpaare den internationalen Auszug. Der wird in das kroatische Staatsministerium geschickt und von dort nach Deutschland, Österreich oder in die Schweiz geschickt. Dann ist die Trauung auch in Deutschland, Österreich oder in der Schweiz rechtsgültig. Die Brautpaare müssen nichts unternehmen, es geht alles automatisch.

Wie hoch sind die Kosten der Trauung?

Eine kirchliche Trauung kostet 44 €. Die standesamtliche Trauung je nach Uhrzeit und Verfügbarkeit:

  • Trauung bis 18h: 207 €
  • Trauung von 18h bis 20h: 310 €
  • Trauung von 20h bis 22h: 414 €

Wie lang sollte der Planungsvorlauf sein?

Mindestens sechs Monate.

Mindestaufenthaltszeit am Urlaubsort

Wenn alle Dokumente vorhanden und korrekt sind, sollte ein Tag genügen.

Wie wird traditionell in Kroatien geheiratet?

Die Hochzeit ist in Kroatien traditionell ein Riesenspektakel und selbst Heiratsmarkt. Denn hier kommen Verwandte aller Grade zusammen, so dass sich nicht selten die Paare kennenlernen, die es einmal selbst vor den Traualtar ziehen wird. Vor allem im ländlichen Nord-Osten Kroatiens werden Hochzeiten noch mit allem Drum und Dran und vielen Bräuchen gefeiert.

Schon die Verlobung ist ein Ereignis: Sie ist eine Art Junggesellinnen-Abschied der Braut und wird im Haus ihrer Familie gefeiert. Die Braut lädt dazu nur ihre eigenen Verwandten und Freunde ein.
Am Tag der Hochzeit treffen sich dann die Verwandten und Freunde der Braut im Hause der Brauteltern, die des Bräutigams werden beim Zukünftigen erwartet. Unverheiratete Mädchen stecken den Ankömmlingen eine verzierte weiße Hochzeitsnadel an, auf traditionelleren Hochzeiten eine Nadel mit Rosmarin und einem Bändchen in den Landesfarben. Nach Kaffee, Kuchen und Musik trifft man dann im Haus der Braut zusammen, die vom Bräutigam mit dessen Angehörigen abgeholt wird. Mit einem lautstarken Hupkonzert geht es schließlich auf zur Messe. Nach der Trauung wird dem Brautpaar bereits in der Kirche gratuliert.
Die Hochzeitsfeier findet in einem Hotel- oder Restaurantsaal statt. Serviert werden kalte Käse- und Wurstplatten (Meza) und ein Gängemenü mit Spanferkel oder Lamm. Dazu gibt es natürlich jede Menge Sljivovica (kroatischer Pflaumenschnaps). Die Braut geht derweil mit ihrer Trauzeugin durch die Reihen, begrüßt jeden Gast noch einmal einzeln und stößt mit ihm an. Die Gäste legen Kuverts mit Geld und Glückwunschkarten auf ein Tablett, das die Trauzeugin hält. In ländlicheren Gegenden ist es übrigens noch üblich, dass sich auf dem Tablett bereits ein Apfel befindet, in dem Dukaten stecken. Diese Goldtaler haben die Brauteltern für das Paar gespart, sie demonstrieren damit den finanziellen Wohlstand der Familie. Auch die engsten Verwandten des Paares stecken dann an Stelle von Geld oft Dukaten in den Apfel.

Eine Liveband spielt Musik und man tanzt den Kreistanz Kolo oder Partnertänze. Kurz vor Mitternacht wird es dann noch einmal spannend. Zunächst muss das Paar gemeinsam die Hochzeitstorte anschneiden und sich gegenseitig mit den ersten Stücken füttern. Dann setzt die Braut ihren Fuß auf einen Stuhl und zieht ganz langsam ihren Rock bis zum Strumpfband hoch, das ihr frisch angetrauter Ehemann am besten mit den Zähnen auszieht. Das lautbeklatschte Spektakel hat nicht nur einen voyeuristischen Grund. Denn das Strumpfband wirft der Bräutigam in die Reihen der unverheirateten Männer, während die unverheirateten Mädchen sich für den Brautstrauß aufstellen. Das Mädchen, das den Brautstrauß fängt, und der Junge, der das Strumpfband ergattert, müssen miteinander tanzen – und wie gesagt: Eine kroatische Hochzeit ist ein Heiratsmarkt par excellence.
Um Mitternacht verschwindet die Braut schließlich, zieht sich um. Sie kehrt in einem Abendkleid zurück, in dem es sich wesentlich angenehmer bis in die Morgenstunden feiern lässt.

Unterstützt wurden wir für diesen Beitrag vom Hotel Villa Astra.

www.lovranske-vile.com

 

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