Auch wenn man sie später kaum sieht, hat die richtige Brautunterwäsche einen entscheidenden Einfluss auf euren gesamten Brautlook. Sie sorgt dafür, dass euer Brautkleid perfekt sitzt, eure Silhouette optimal zur Geltung kommt und ihr euch den ganzen Hochzeitstag rundum wohl und sicher fühlt – ganz ohne ständiges Zurechtrücken.
Damit ihr die perfekte Brautunterwäsche für euer Brautkleid findet, zeigen wir euch die besten Lösungen für verschiedene Kleiderschnitte, geben hilfreiche Tipps für die Anprobe und verraten, worauf ihr beim Kauf wirklich achten solltet.
Warum gibt es spezielle Brautunterwäsche?
Warum gibt es spezielle Brautunterwäsche? Ganz einfach: Das Drunter sorgt dafür, wie das Brautkleid wirkt, wie ihr euch bewegt und wie ihr euch fühlt. Sie sorgt dafür, dass euer Dekolleté perfekt sitzt, ohne zu verrutschen und ohne dass etwas hervorblitzt. Und sie sorgt dafür, dass eure Taille die optimale Silhouette bekommt.
Nachdem ihr euer Brautkleid gefunden habt, lohnt es sich deshalb, genau zu überlegen, welche Brautunterwäsche für euch die beste ist, damit ihr euch rundum wohlfühlt. Denn manche Brautkleider besitzen bereits eingearbeitete Cups oder ein stützendes Oberteil. Andere sind aus weich fließendem Stoff, der nur schön aussieht, wenn darunter keine Naht oder Spitze hervorblitzt.
Welche Brautunterwäsche die richtige ist, hängt deshalb immer vom Schnitt, Stoff und Ausschnitt eures Brautkleides ab. Damit ihr schnell die passende Lösung findet, zeigen wir euch, welche Unterwäsche sich für welche Kleider eignet.
Wann sollte ich meine Brautunterwäsche kaufen?
Am besten bringt ihr eure Dessous zum ersten Änderungstermin mit, um Kleid und Unterwäsche perfekt aufeinander abstimmen zu können.
Manchmal lohnt es sich auch, zwei oder drei verschiedene Varianten mitzunehmen. So könnt ihr gemeinsam mit der Schneiderin ausprobieren, welche Lösung unter eurem Brautkleid am schönsten aussieht und euch den besten Tragekomfort bietet.
Welche Farbe sollte Brautunterwäsche haben?
Viele Bräute greifen automatisch zu weißer Unterwäsche. Tatsächlich ist hautfarbene Brautunterwäsche unter weißen Brautkleidern jedoch deutlich unauffälliger. Besonders unter dünneren Stoffen scheint Weiß oft stärker durch als ein Farbton, der eurer Haut ähnelt.
Die richtige Brautunterwäsche für das perfekte Dekolleté
Der Blickfang eures Brautkleids ist das Oberteil. Es muss so sitzen, dass ihr euch den ganzen Tag frei bewegen könnt, ohne dass etwas verrutscht oder ihr ständig etwas zurechtrücken müsst.
BH unter dem Brautkleid – ja oder nein?
Ob ihr überhaupt einen BH benötigt, hängt ausschließlich vom Kleid ab. Corsagenkleider oder Modelle mit eingearbeiteten Cups können auch ohne zusätzlichen BH sicher sitzen.
Auf der anderen Seite formt ein BH das Dekolleté und gibt zusätzlichen Halt. Deshalb ist es in unseren Augen immer eine gute Idee, nicht vorschnell darauf zu verzichten. Welche Lösung am besten geeignet ist, entscheidet immer der Schnitt eures Brautkleides.
Brautunterwäsche für Brautkleider mit Trägern
Die meisten Brautkleider mit Trägern lassen euch bei der Wahl der Brautunterwäsche viel Freiheit. Je nachdem, wie das Oberteil geschnitten ist, könnt ihr einen klassischen BH, einen Balconette-BH oder einen Plunge-BH tragen.
Wichtig ist vor allem, dass die Träger und der Steg vollständig unter dem Kleid verschwinden. Nehmt euch ausreichend Zeit für die Anprobe und probiert verschiedene Brautunterwäsche Modelle, um herauszufinden, was eure Brüste passend zum Ausschnitt perfekt formt.
Brautunterwäsche für trägerlose oder Off-Shoulder-Brautkleider
Bei trägerlosen Brautkleidern ist sicherer Halt besonders wichtig. Ein guter trägerloser BH mit stabilem Unterbrustband sorgt dafür, dass das Dekolleté schön geformt wird und das Kleid auch beim Tanzen sicher sitzt.
Achtet aber darauf, dass nichts einschneidet. Euer Hochzeitstag ist lang und eure Brautunterwäsche soll sich auch nach vielen Stunden noch angenehm anfühlen.
Brautunterwäsche für Brautkleider mit tiefem V-Ausschnitt
Ein tiefer Ausschnitt lebt von einem schön geformten Dekolleté. Gleichzeitig soll natürlich keine Unterwäsche zu sehen sein.
Je nach Schnitt eignen sich Plunge-BHs, spezielle U-Plunge-BHs, Klebe-BHs oder Klebe-Cups. Auch Brusttape ist eine gute Möglichkeit, um das Dekolleté zu formen. Mit Fashion Tape lässt sich zusätzlich verhindern, dass das Kleid verrutscht oder sich öffnet.
Tipp: Schaut euch das Kleid bei der Anprobe nicht nur von vorne an. Beugt euch auch einmal nach vorne oder setzt euch hin. So könnt ihr sofort sehen, ob alles sicher sitzt.
Brautunterwäsche für rückenfreie Brautkleider
Ein offener Rücken gehört zu den schönsten Details eines Brautkleides und stellt gleichzeitig besondere Anforderungen an die Brautunterwäsche.
Je nach Schnitt eignen sich Low-Back-BHs, Klebe-BHs, Klebe-Cups oder Brusttape. Welche Lösung am besten funktioniert, hängt davon ab, wie tief der Rückenausschnitt ist und wie viel Halt ihr euch wünscht.
Tipp: Bewegt euch bei der Anprobe, nehmt die Arme nach oben und dreht euch. So könnt ihr sicher sein, dass im Rücken nichts hervorblitzt und auch beim Sitzen oder Umarmen alles dort bleibt, wo es hingehört.
Der richtige Slip als Brautunterwäsche
Nicht nur der BH entscheidet darüber, wie euer Brautkleid wirkt. Auch der richtige Slip trägt dazu bei, dass der Stoff schön fällt und sich nichts abzeichnet.
Brautunterwäsche für Satin, Seide, Mikado oder Crêpe
Glatte Stoffe verzeihen kaum Unebenheiten. Nähte, Spitze oder dicke Abschlüsse können sich unter dem Kleid deutlich abzeichnen und die ruhige Silhouette stören.
Nahtlose Slips oder Lasercut-Unterwäsche sind deshalb meist die beste Wahl.
Brautunterwäsche für eng anliegende Brautkleider
Bei Fit-and-Flare-, Mermaid- oder Etuikleidern aus weich fließendem Stoff spielt der Slip eine besonders wichtige Rolle. Denn je glatter die Unterwäsche sitzt, desto ruhiger fällt der Stoff.
Strings, Brazilian-Slips oder leichte Formslips sind hier häufig eine gute Wahl. Entscheidet euch aber nicht nur nach der Optik. Eure Brautunterwäsche sollte auch nach vielen Stunden noch bequem sitzen und nicht einschneiden.
Brautunterwäsche für A-Linien- und Prinzessinnenkleider
Bei A-Linien- oder Prinzessinnenkleidern seid ihr meist etwas flexibler. Durch den weiter fallenden Rock und festere Stoffe zeichnet sich Unterwäsche deutlich seltener ab.
Trotzdem lohnt es sich, auf einen bequemen Slip zu achten, der gut sitzt und euch den ganzen Tag ein angenehmes Tragegefühl gibt.
Manche Dessous-Hersteller bieten schön abgestimmte Braut Dessous Sets aus Slip und BH an.
Shapewear als Brautunterwäsche – sinnvoll oder nicht?
Shapewear ist kein Muss. Viele Bräute entscheiden sich dafür, weil sie die Silhouette sanft formt und das Brautkleid noch ruhiger fallen lässt.
Leichte Formwäsche reicht dabei häufig völlig aus. Sie sorgt für ein angenehmes Tragegefühl, ohne euch in eurer Bewegungsfreiheit einzuschränken.
Auch hier ist es wichtig, darauf zu achten, dass ihr euch den ganzen Tag wohlfühlt. Denn beim Sitzen sollte bei eurer Hochzeit nichts einschneiden oder unangenehm drücken.
Dessous für die Hochzeitsnacht
Die Brautunterwäsche für den Hochzeitstag muss nicht dieselbe sein wie für die Hochzeitsnacht. Viele Bräute entscheiden sich tagsüber für eine möglichst unsichtbare und bequeme Lösung und wechseln später in ein romantisches Dessous-Set, einen Spitzenbody oder ein elegantes Negligé.
So müsst ihr beim Brautkleid keine Kompromisse eingehen und könnt euch später ganz nach eurem Geschmack umziehen. Und falls ihr doch einfach nur ins Bett fallt, habt ihr ein besonderes Accessoire für die Flitterwochen.
So findet ihr garantiert euer Traum-Brautkleid
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